Den Fluss zähmen

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Die Rhône, der mächtigste und schnellste der französischen Flüsse
812 km lang, mit häufigen Pegelschwankungen und Hochwassern, die sie gefährlich machen. Trotzdem diente sie seit Urzeiten als Verkehrsweg.

Jedes Ufer wurde mit „Königreich“ (rechtes Ufer) oder „Kaiserreich“ (linkes Ufer, das Ufer von Avignon) bezeichnet. Streitigkeiten über das Eigentum des Flussbettes überdauerten die Jahrhunderte.

Im 14. Jhdt. kam es zum Rhône-Prozess auf Grund der Diskussionen zwischen dem Papsttum und den Königen Frankreichs, die den Besitz des ganzen Flusses beanspruchten. Diese endlose Geschichte fand erst nach der französischen Revolution, als Avignon zu Frankreich kam, eine Lösung.

Die Rhône bildet einen Bogen, in dem Avignon erbaut wurde. Bezogen auf Niedrigwasser liegt Avignon nur auf 5 m Höhe.
Der Hauptlauf des Flusses war auf der Seite von Villeneuve, dessen Hügel das Wasser zum Ufer Avignons leiteten, das bis auf den Rocher des Doms niedriger ist.
Der Flussarm von Avignon war bei Niedrigwasser kaum schiffbar: Sandbänke bildeten von Weiden gesäumte Inseln. Je nach Hochwasser veränderten sich diese Inseln.

Der Name der Barthelasse-Insel kam 1495 auf; erst im 19. Jhdt. ist sie mit der Île Piot zusammengewachsen.

Der Fluss bedeckte lange Zeit die niedrigeren Viertel der Stadt. Deshalb gab es in der Geschichte Avignons häufige und katastrophale Überschwemmungen.
Im 19. Jhdt. wurde mit einem Staudamm oberhalb das Wasser nach Avignon umgeleitet, wodurch dieser Arm eine lebhafte Strömung bekam. Allerdings haben die Arbeiten der Staatlichen Rhône-Compagnie im 20. Jhdt. die frühere Situation wieder hergestellt.